SAGA-Turnier der Grünen Horde 21.01.2017

1. Februar 2017

SAGA-Turnier der Grünen Horde 21.01.2017

Morgens gut gelaunt mit Maniac-Eye (Wikinger und Fahrer) und Lord Ragnar (Iren) zum Turnier nach Heldenstein aufgebrochen, eine knappe Stunde später waren wir vor Ort – irgendwo im Nirgendwo im flachen Land südlich von Waldkraiburg.

Der Austragungsort, die Pizzeria VaBene, ein riesiger Kübel, der an das Wirtshaus in Nußdorf erinnert, auch mit ungeheiztem Saal, wobei wir Gottseidank im (nicht ganz ungeheizten) Nebenzimmer (Bar?) spielen konnten, welche dafür lediglich mit mittelalterlich anmutenden Tranfunzeln beleuchtet war. Essen und Ambiente in der Pizzeria waren allerdings wirklich fein, da gibt’s nix zu meckern, ebenfalls Preis-Leistungs-Verhältnis. Dann ging’s schon in die Vollen.

Meine Warband:
Morvan lez Breizh, 4x Veteranen, 1x Krieger; alles beritten oder zu Fuß spielbar (durch Morvan).

Runde 1: gegen KingNagash (Normannen), Haupt- und Neben- Missionen verdeckt zu ziehen, 6 Runden.
Erster Schock nach dem Ziehen: Hauptmission „Kill the General“, Nebenmission „mit einer rangniedrigeren Einheit eine ranghöhere erledigen“. Jo wie denn ? – Ginge maximal seinen Warlord durch meine Krieger. Waunsinnsvorstellung.

Hannes versteckte seinen Warlord immer hinter seinen Reitermassen (10er oder 12er berittene Krieger) und bei 5 von 6 Units Warlord/Veteranen in meiner Warband kam die Nebenmission eigentlich auch nicht erledigbar rüber. Mein Gegner hatte als Missionen „3 Geländestücke halten“ (Oidaaa!) und „mit 1/3tel seiner Armee überleben“ (Doppel-Oida!!) gezogen. Er bleibt also mehrheitlich stehen, ballert mit Bögen und Armbrüsten meine Mannen weg und hält sich bedeckt.

Fazit: 1 : 5 – na bumm, geht ja gut los. trotzdem war es ein lustiges Spiel gegen einen immer angenehmen alten Spezi (er hat auch das Turnier gewonnen, so nebenbei erwähnt).

So, Zwischen-Resümée: Die Idee mit den geheimen Haupt- und Nebenmissionen ist super, das Ziehen sehr glücksabhängig, und damit ausbaunötig. Ein Pool aus Missionen und das Selbstbestimmen, welche Mission in welcher Runde gegen welchen Gegner wäre mMn die Wahl der Stunde gewesen (hätte man maximal auf sicher selber sauer sein können).

Runde 2: gegen Rotti Lee (Wikinger), Haupt- und Neben-Missionen verdeckt zu ziehen, 6 Runden.
Diesmal war’s genau umgekehrt: meine Hauptmission „Durchbruch = mindestens 12 Mann in die gegnerische Aufstellungszone bringen“, meine Nebenmission „Overkill = mindestens 12 Mann des Gegners erledigen“.

Mein Gegner hatte „Chefsache = mindestens 3 Mann mit dem Warlord erledigen“ und „Eroberung = mindestens 3 Geländestücke besetzen“. Auch feine Missionen, auch machbar. Als er gleich zu Beginn seine Einheiten auf alle mögliche Geländestücke platzierte und alle Häuser besetzte, war mir zumindestens seine Nebenmission klar. Diesmal lief es mehr als gut: Er hatte keine ranged weapons, und lief mir ins Messer. Der Vorstoß im Zentrum mit Warlord, Veteranen und Berserkern verlief blutig, denn bis auf den Warlord wurde alle vor dem oder im Haus getötet respektive „totgesteckerlt“. Das andere Haus wurde dann mit stacked units ebenfalls ausgeräuchert, und schlussendlich verlief der einzige Gegenstoß des Wikinger-Warlords beim Versuch der Missionserfüllung im Sand.

Fazit: 5 : 1 für die Bretonen und keinen einzigen Mann verloren. Hit and run at its best!. Rotti Lee nahm es wie ein Wikinger, ein sehr spannendes Spiel gegen einen sehr relaxten Gegner, gerne wieder.

Zwischen-Resümée 2: Obwohl beide machbare Missionen gezogen haben, und keiner wirklich wusste, was der Gegner zu erledigen hatte, war es ein relativ offener Schlagabtausch, den die Wikinger allerdings durch einen Spielfehler (Vorstoß der Garden) und das Fehlen von Bögen verloren haben.

Dann Mittagspause, schmackhafte Pizzen und anderes mehr, danach gestärkt in Runde 3.

Jetzt komme ich noch zu einer anderen Sache, die mich immer wieder ärgert, weil unnötig wie ein Wimmerl am A…: Wieso kann ich mich zu einem Turnier nicht mit der Warband anmelden, mit der ich dann auch antrete, wieso muss immer rumtaktiert werden, und dann erst kurz vor Beginn des Turniers erst mit der definitiven Warband rausgerückt werden? Wenn ich die Szenarien und Regelvorgaben der Orga nicht kenne, kann ich ja auch warten, bis diese online gestellt wurden, und erst danach anmelden. Aber wahrscheinlich renn‘ ich dann wieder gegen Gummiwände, weil’s eh kaum einen interessiert.

So auch diesmal: Mindestens 4 oder 5 der 13 Spieler treten mit anderen Warbands an, als aus der Anmeldung ersichtlich. Einzig meinen Gegner der 3. Runde verstehe ich, denn der ändert seine Warband nur, damit mehr verschiedene Warbands antreten, und er nimmt Jomswikinger statt der x-ten Iren-Bande. Auch wenn ich diese Warband als Gegner nicht gerade bevorzuge, Hut ab vor dieser Aktion.

Runde 3: gegen Zerebrus (Jomswikinger), das Szenario ist auszuwählen aus „die Herausforderung“ und „Gott erkennt die Seinen“ – für mich Not oder Elend. Na bumm die Zweite.

Wir einigen uns schlussendlich auf „die Herausforderung“, da ich bei der anderen Mission WO gegeben und lieber ein oder zwei Bier getrunken hätte. Das wollte Zerebrus nicht, sondern lieber spielen, und gab nach, verstehe ich ja auch. Hinzu kommt dann noch, dass nur in dieser Mission die Kills zählen, der Warlord sich nicht freiwillig vom gegnerischen Warlord entfernen darf und Einheiten ihre Bewegung nicht zwischen den beiden Warlords beenden dürfen. Oidaaa, jetzt wird’s hinten höher als vorn.

Bretonische List gegen die Wut der Jomswikinger, die ich ziemlich gut in den Griff bekomme. Doch ein Sonderfall bringt mich wieder auf die Verliererstraße, da ich zwischen Orga-Vorgaben und bretonischen Battleboard-Sonderregeln würfeln muss (the fastest vs. the most), und zu entscheiden was vorzieht (ich kommentiere das nicht mehr, das habe ich auf dem Turnier schon getan), und der Wurf natürlich zu meinen Ungunsten ausgeht. Ich kann zwar die Killwertung durch Steckerlschmeissen auf alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, noch für mich entscheiden, verliere aber natürlich dadurch die Mission und das Spiel.

Fazit: 1 : 5 in einem interessanten und sehr fordernden Spiel gegen einen sehr fairen und angenehmen Gegner.

Zwischen-Resümée 4: vor der letzten Runde ganz weit hinten, da Rotti Lee in der 3.Runde Springer war und so einen verkürzten Auto-Win eingefahren hat.

Runde 4: gegen BernardoGui (Angelsachsen), Szenario „das letzte Gefecht“, Runden werden geboten und danach entschieden, wer Angreifer und wer Verteidiger ist.

Ich entscheide mich für’s Taktieren und biete 10, er 9 (Umpf!), und greift an. Angelsächsische Infanteriemassen und ranged weapons. Ich mische meine Units in Infanterie und Kavallerie, doch kann nur 5 Runden Fangenspielen, dann sind alle bis auf den Warlord tot und das Spiel verloren.

Hätte ich als Angreifer mehr erreicht? Nein, das hatte ich im Vorfeld schon getestet, das funktioniert maximal gegen Wikinger ohne Häuser.

Fazit: 1 : 5 gegen einen sehr lustigen und entspannten Spieler, der seine Armee nahezu auswendig spielen kann. Gerne wieder, hat echt Spaß gemacht (bis auf das unvermeidliche Ergebnis).

End-Resümée: wie zu erwarten letzter Platz. Das an sich stört mich jetzt nicht, denn 2 von meinen 3 Vorhaben haben sich ja erfüllt: viel Spaß haben und viele Spiele gegen Gegner, gegen die ich noch nicht gespielt habe, und mit 3 von 4 ist das mehr als fein.

Worüber ich nicht meckern kann, denn das habe ich im Vorfeld schon gewusst: Alle Tische haben fixes Gelände gehabt, sodass ich MorvansTerraforming-Fähigkeit nicht einsetzen konnte. Aber die Szenarien sollten generell anders angesetzt werden. Ich habe es in meinen Resümées schon einmal gesagt, und wiederhole es nochmal: die Idee mit den geheimen Haupt- und Nebenmissionen ist super, das Ziehen sehr glücksabhängig, und damit ausbaunötig. Ein Pool aus Missionen und das Selbstbestimmen, welche Mission in welcher Runde gegen welchen Gegner, wäre mMn die Wahl der Stunde gewesen (hätte man maximal auf sicher selber sauer sein können). Die Wahl der Szenarien für die Spiele 3 und 4 kann ich als mindestens „unglücklich“ bezeichnen, wobei man in der Runde 3 noch eine geringe Wahl hatte (für mich waren beide, auch aufgrund der Orga-Vorgaben, maximal sehr schwer machbar). „Das letzte Gefecht“ halte ich (nicht nur) als Schlussszenario für suboptimal, da gäbe es weitaus geeignetere.

Hätte ich das Turnier nicht gespielt, wenn ich die Szenarien und Beschränkungen schon vorher gekannt hätte? Nein, ich wäre trotzdem angetreten, auch mit dieser Warband (die einzig mögliche, da meine Spanier ja komplett gesperrt waren), weil der Spaß am Spiel und am Treffen mit den durch die Bank angenehmen Hobbyfreunden bei mir vorzieht.

Und meine Turnier-relevanten Wünsche erfüllt mir eh maximal das Christkind.

>> Zum Turnier in der Festung
>> Zum Turnier auf T3

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