Kugelhagel Big Battle Day 06.05.2017

7. Mai 2017

Kugelhagel Big Battle Day 06.05.2017

Von mir ein fettes DANKE an alle Spieler und Helfer (meine Bandscheibe bedankt sich zweimal fürs Helfen). War ein super feiner tag, wargaming mit Freunden, das geht nicht viel besser. Viel Spaß gehabt und meine neue Armee getestet, Vivat Lombardia!

Bericht des Brigadiere Giuseppe Lahoz von der Legione Lombarda

Am Morgen des 17 Floreal marschierte ich mit meiner Brigata della Legione und den verbündeten Franzosen die westliche Einfallsstraße nach Norden, um den Anmarschweg, aber auch den Col du Nort zu sichern. Unser O.K., der ehrenwerte General de Division Corneaux-Sarüss, positionierte sich im Zentrum und an seinen Flanken die Brigadiere de L’Erion und Lamüss-Wetyl.

Ich traf bald auf die Österreicher, die wohl Wind von unserer Aktion bekommen hatten, und die mit ihnen verbündeten Briten. Noch lag alles im dichten Morgennebel, sodass man sich vorsichtig an die gegnerischen Truppen herantasten musste, und die Aufklärer wurden vorgesandt. Mir entgegen entwickelten sich die Brigaden von General Andras Edler von Moltinger und, an seiner Flanke, gegen de L’Erion, stand der Britische General Lord Constable.

Mein Vortrab, die 1ere Legere und unsere tapfere Batterie, gingen zügig am Chateau vor und trafen bald auf eine vorwitzige österreichische Batterie, welche kurz darauf zum Rückzug genötigt werden konnte. Wir besetzten die Hügelkante. Die Österreicher zogen daraufhin ihre Grenzer aus dem steilen Wald jenseits des Passes, und brachten sie gegen unsere vorgeschobenen Einheiten – sie sollten diese bis zum Schluss der Bataille beschäftigen.

Unsere Cacciatoria cavallo recognoszierten die gegnerischen „Nebelschwaden“, und deklarierten einige der österreichischen Einheiten. Ich brachte die 1er Cohorte Milano an die Front und die 2e Legere sowie die 2e Lanciers als Unterstützung. Drei österreichische Linien-Bataillone deployierten vor unserer Front, en echiquir (oder das, was die Österreicher eben dafür halten, diese Bauerntölpel, cara mia).

Mein guter Capitano Cerruti und seine Batterie schalteten sodann die österreichische Batterie aus (was für eine Salve, que bella), und die 2e Legere eröffnete das Feuer auf die Linie der Österreicher. Doch attenzione – die Briten drängten auch schon ins Dorf, beschäftigten aber gottseidank de L’Erion, einen sehr ungestümen jungen Mann, molto impetuoso. Nachdem ich vergeblich versucht hatte, die beiden anderen Cohorti zu motivieren (immer dieser vino rosso am Vorabend einer Schlacht) begab ich mich an die Front, neben die Batteria von Cerruti, und zog die 2e Lanciers mit mir vorwärts. Ein Wink mit dem Säbel zum österreichischen Generale, den er mit dem Ziehen seines Hutes beantwortet – man ist ja trotz alledem hier noch ein gentiluomo. Und dann – unter meinen Augen, und angespornt durch meine Gegenwart – gab die Cohorte Milano zwei krachende Salven in die Österreicher und die Cacciatori donnerten in die angeschlagenen infelici, und erledigten sie mit der blanken Waffe. Viva Lombardia! Viva Colonello Balabio!

Doch die Österreicher gaben nicht auf, sandten 2 Batailloni Milizie an die Front und an den Col du Nort. Das nächste Bataillon der Österreicher wich unter dem Druck unserer Geschütze und die 2e Lanciers attackierten und begruben sie unter Hufen und Lanzen, wandten sich dann gegen den Rücken der Lantewehr – der Sieg zum Greifen nahe. Meravilioso! Doch sie wurden von einem der Landwehr-Bataillone in der Flanke angeschossen und lahm gelegt. Merda!

Dem anderen Lantewehr-Bataillon (Louffen?) erging es nicht so gut. Zuerst wurden sie von den Lanciers von Arc’Shao chargiert, der de L’Erion ersetzt hatte, und diese drückten sie ins Quarree, dann griff die Cohorta Milano auch noch an und erledigte das Bataillon. Eviva, molto piacere! Doch wendete sich il fortuna di battaglia.

Zuerst brach Arc’Shaos Brigata unter dem Druck der Verluste, dann wurde die Cohorte Milano ausgelöscht, il uomini bravi. Zwar konnten die Grenzer nach einem heftigen Feuergefecht von der Legere und unserer Batteria vertrieben und ungeordnet sowie völlig erschöpft in den Pass gejagt werden, doch die Attaque der 7e Lanciers ging ins Leere, die Chevaulegers der Österreicher wählten den ungeordneten Rückzug, um dem sicheren Tod zu entgehen. Cretine! Den Bruch von Moltingers Brigade und damit den sicheren Sieg vor Augen, mussten wir uns aber auf Geheiß unseres Oberbefehlshabers mit der restlichen Armee zurückziehen und somit die Früchte unseres Kampfes und das Feld der Ehre dem Feinde überlassen.

Fazit:
Ob DaMoitis Brigade nicht am Ende des Spiels doch als gebrochen zu zählen gewesen wäre, da die Grenzer nach vier Salven von Legere und Artillerie ungeordnet und erschöpft zurückgeworfen worden waren, lasse ich dahingestellt. Angesichts der generellen Niederlagen wäre es lediglich der verdiente Balsam auf die Seele der italienischen Brigade, die als einzige mit wehenden Fahnen, klingendem Spiel und erhobenen Hauptes vom Felde der Ehre abziehen konnte.

Ein sehr feiner Tag gegen sehr feine Purchen – es war mir ein Volksfest. Das machen wir wieder!

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