Historical Friday 14.08.2020

16. August 2020

Historical Friday 14.08.2020

Der Fuchs im Hühnerstall – vor Rebloux

Leutnant Lutz von der XX-Pz.Gren.38 ist nach dem Sieg bei Cauvers auf der Verfolgung weiter in Richtung der Alliierten Stellungen vorgestoßen. Dabei hat er hinter Cauvers, nahe dem Städtchen Rebloux, unbewachte Flussübergänge über die Oude entdeckt, die hier von zwei Brücken überspannt wird. Eine Rückmeldung vom OKdW zum gefunkten Situationsbericht steht noch aus. Doch auch die Resistance hat Einheiten der Waffen-XX gesehen, und dies dem alliierten Kommando gemeldet, kann allerdings keine genauen Angaben machen, außer dass Infanterie und Panzer dabei sind.

Eine Klärung der Situation ist erforderlich – auf beiden Seiten. Denn hier läge eventuell der Schlüssel für Bewegungen in die anscheinend ungeschützten Flanken…

Vorgaben: In den Runden 1 und 2 bewegen sich die Kampfgruppen mit jeweils W6-Einheiten aufs Feld, zu Beginn Runde 3 muss der Rest folgen. Es gibt eine Scout-Phasen, aber kein Out-Scouted für die Alliierten, da ihnen das Terrain bekannt ist (Resistance).

Sonderregeln:

  • Jeweils eine der beiden Kampfgruppen pro Seite hat nur W6-Befehle pro Runde (El Cid, Zauberlehrling).
  • Beide Teams müssen, wenn sie direkt kommunizieren wollen, jeweils einen Befehl pro Runde opfern.
  • Die Pioniere haben die Aufgabe, beide Brücken über die Oude zu sprengen.
  • Die Deutschen ziehen sich zurück, sobald die Kampfgruppe der Waffen-XX gebrochen ist.

Das Spielfeld: Mitten durchs Feld mäandert die kleine Oude, relativ tief und schnell fließend. Sie wird von zwei Brücken (1x Holz und 1x Stein) auf zwei Straßen von Rebloux in Richtung Cauvers bzw. St. Aignon überquert. Das Terrain ist leicht hügelig und von lichten Wäldern und Feldern durchzogen. Keine nennenswerte Bocage.

Das Spiel:

Die Scout-Phase bestand aus dem Vordringen zweier Sniper gegen die Steinbrücke vor Rebloux. In Runde 1 erschienen dann einige Einheiten der beiden deutschen Kampfgruppen und bewegten sich zügig auf die beiden Brücken zu. Die Pioniere brachten Sprengladungen an der Holzbrücke an und deckten die Straße mittels einer PaK40. Doch sie wurden von den wenigen Alliierten bzw. deren Artillerie gepinnt und konnten so nichts weiter unternehmen. Beide Seiten bewegten sich in ihre Stellungen und begannen mit einem Feuergefecht, welches, je länger das Spiel dauerte, immer mehr gegen die Deutschen lief.

In Runde 3 konnten die Pioniere dann endlich die Holzbrücke in die Luft jagen, und als die Amerikaner mit dem Vorstoß einer Gruppe Jeeps (MG, Mörser) antworteten, erschien ein einzelner Stuka-Kanonenvogel. Drei der vier  Jeeps konnten die deutsche PaK nicht spotten, erst Nummer Vier war fähig, sie lahm zu legen. Als der Führungsjeep durch die Stuka abgeschossen wurde, zogen sich die restlichen drei Jeeps aus dem Gefecht zurück.

Das Feuergefecht um die Steinbrücke forderte auf beiden Seiten Verlust, doch aufgrund der ausgezeichneten Artillerie wurden die deutschen Linien immer mehr ausgedünnt. Als das zweite Pionier-Team an der Steinbrücke im gegnerischen Feuer fiel, war es um die Erfüllung der Mission geschehen, da Pionier-Team 1 an der rechten Flanke gepinnt war. Die Deutschen begannen sich abzusetzen.

In Runde 11 brach die Moral der Pioniere und sie zogen sich endgültig zurück. Die Waffen-XX hielt noch eine ganze Runde aus, bevor auch hier Schluss war. Aufgrund der taktischen Vorgaben lief es auf ein Unentschieden hinaus, und die Verluste in allen Kampfgruppen waren auch überschaubar. Ein sehr feines Spiel, das auch eine Menge Zuschauer angezogen hat. Gerne wieder.

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